In den sieben Wochen vor Ostern ist für jede Woche ein Fastenthema vorbereitet mit Handlungsvorschlägen zum Ausprobieren sowie je einem theologischen Impuls. Auch in der EVLKS wollen wir Klimafasten-Teams ermutigen, sich gemeinsam auf den Weg zu machen.

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Woche 1 - Wasser

Es tut gut, nicht allein zu sein. Zu wissen, dass andere sich gerade dieselben Gedanken machen, stärkt die Motivation. Bei uns haben eine Rolle gespielt: der Wasserverbrauch bei der Herstellung von Kleidern, die Wasserverschmutzung bei der Benutzung von Haushaltchemikalien, das Achten auf saisonalen Anbau bei Obst und Gemüse.
Zwischen Erschrecken und „Ich bin schon ganz gut dabei“ war alles dabei und erfahrungsgemäß manchmal nur ein schmaler Grat.
Wichtig wurde auch, dass bei allem, was getan wird, die Balance und das rechte Maß gewahrt bleibt. Nicht stehen bleiben, sondern offen sein dafür, wenn sich Verhaltensweisen als unangemessen oder überholt erweisen.
Die Erkenntnis, dass auch Kleines viel bewirken kann, hilft dabei, dranzubleiben.

Haltzumachen, den Blick nach Innen richten, das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen aber auch einen Haltepunkt zu finden, dazu dient für mich die Fastenzeit. Wir als Team der HVHS haben uns auf den Weg gemacht gemeinsam die nächsten sieben Wochen, jeder für sich, bewusst auf Dinge zu verzichten die uns lieb sind und zum Alltag wie selbstverständlich dazu gehören.
In der ersten Woche haben wir uns beim Duschen, Kaffeetrinken und Fleischessen eingeschränkt. Nicht immer ist alles gelungen, dann gab es doch zwischendurch mal eine Tasse Kaffee. Dennoch hilft diese Zeit kritisch das eigene Handeln zu hinterfragen und auch zukünftig kleine Schritte zu wagen und damit alltägliche Verhaltensweisen zu ändern.

Manuela Kolster

Woche 2 – Heizen

 
Die zweite Woche der Fastenzeit war warm. So warm, dass das Thema Heizen keine vordergründige Rolle in unserem Alltag spielte. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. In Vorbereitung auf die Woche haben wir im kleinen Familienverbund darüber gesprochen, was denn „sparsames Heizen“ bedeutet, wollen wir doch nicht auf ein gemütliches Heim verzichten, zu dem auch angenehme Wohlfühltemperaturen zählen. Wir haben zunächst festgestellt, dass die Wohlfühltemperaturen bei uns unterschiedlich sind und dass wir uns unterschiedlich verhalten, um diese zu erreichen. Während ich einen Pulli übers T-Shirt ziehen, wenn mir zu kalt wird, ist bei anderen Familienmitgliedern das Erhöhen der Raumtemperatur das Mittel der Wahl. Die Überlegungen gingen weiter zum Händewaschen und Duschen – wir warm muss das sein? Weiter zu: Ist die Heizungsanlage in unserem Mehrfamilienhaus noch zeitgemäß? Wir sollten mal mit dem Vermieter ins Gespräch kommen und Alternativen vorschlagen.
 
Es waren vor allem die Gespräche und der Austausch über eigene Wohlfühlaspekte, die uns in dieser Woche bewegt und vorangebracht haben – ausgelöst durch eine Fastenwoche „Sparsames Heizen“. Wir sollten das häufiger tun.
 
Diana Zierold

„Nichts leichter als das“, dachte ich mir. Ist es ja ohnehin draußen schon 30 °C wärmer als noch vor ein paar Wochen. Und so richtig kalt wird es in unserer Dachgeschosswohnung ohnehin nie, auch dank der fleißig heizenden Nachbarn ringsum. Heizung aus sollte es also für eine Woche heißen (1 °C weniger erschien mir in Anbetracht der Umstände doch etwas zu lasch).

Schnell noch einen wollig-warmen Strick-Poncho rausgelegt, der seit dem letzten Camping-Urlaub sein Dasein im Schrank fristen musste. „Nichts leichter als das“ ließ mir aber bereits am ersten Morgen doch ein paar Ideen aufkommen, die leichter gewesen wären, genossen wir doch täglich in aller Frühe ein angenehm warmes Badezimmer – natürlich nur, damit der Kleine nicht protestierend wieder unter der Bettdecke verschwindet. „Dann zieh dich heute mal richtig schnell an“ führte in den ersten Tagen nicht unbedingt zum gewünschten Ergebnis und ich stellte fest, dass ich irgendwie verpasst hatte, einen der beiden Männer angemessen auf die Situation vorzubereiten. 
Home-Office hingegen mit besagtem Poncho, Wolldecke, Kuschelsocken und dem neu entdeckten Warm&Cozy-Tee war und ist super. Zum Feierabend stellte sich allerdings heraus, dass auch der andere der beiden Männer den Tag nicht ganz ungeheizt ausklingen lassen wollte. Okay, dann eben doch Modell „Kleine Schritte“ und ein wenig am Thermostat gedreht, schließlich soll ja auch nicht soviel (eigene) Energie mit Protest verschwendet werden (und der Gedanke an so einen warmen Heizkörper war ja irgendwie auch verlockend).
Im Büro gestaltete sich das Ganze ein wenig anders. Hier sorgten die dicken Mauern der HVHS nicht unbedingt zuverlässig dafür, dass sich trotzdem ein wärmender Sonnenstrahl ins Innere verirrte, allerdings gelang der Verzicht auf die übliche Wärmequelle deutlich besser. Lag es nun an der Tatsache, dass der Kreislauf auf dem längeren Weg zum Wasserkocher mehr in Schwung kam oder dass Verzichten mit einem kleinen hochmotivierten Team einfach einfacher ist.
Carolin Rostalski

Woche 3 - Ernährung

Es gibt tausend Gründe, unseren Fleischkonsum zu minimieren, ob es das Tierwohl ist, die Artenvielfalt in der Landschaft, der Klimaschutz. So steht bei uns in der Familie schon sehr lange überwiegend Vegetarisches auf dem Tisch. Mal eine Woche gänzlich auf Fleisch zu verzichten ist aber schon mal eine besondere Herausforderung.

Dabei ist es wohl weniger die Lust am Fleischgeschmack, eher ist es der Wunsch nach Abwechslung im Speiseplan. Und es macht doch etwas mehr Mühe, etwas zuzubereiten, als einfach nur in eine Wurst zu beißen. Aber in einschlägigen Portalen im Internet kann man sich unzählige neue Anregungen für eine fleischlose Ernährung holen. Die Beschaffung der Zutaten ist in der Regel kein Problem und selbst wer größeren Aufwand scheut, findet dort seine Rezepte. Vegetarische Brotaufstriche (Bio) als Alternative zur Wurstscheibe bietet der Handel in großer Auswahl an. Eines unserer persönlichen„Geheimrezepte“ im Winter ist z.B. gekochte und fein geriebene Rote Bete (aus eigener Ernte) vermischt mit frisch geriebenem Meerrettich und einer Prise Salz als Brotaufstrich. Ober auch frischer Quark vom regionalen Erzeuger mit Ingwer und Leinöl.

Siegfried Kühn

Eine Woche vegetarische Ernährung. Es war nicht wirklich ein Verzicht. Schon seit Jahren wird in unserer Familie nur wenig Fleisch und Wurst gegessen. Da in den letzten Monaten die Küche unseres Hauses geschlossen hat, ist auch die Versuchung beim Mittagessen eher gering.

Und doch animierte mich diese Woche dazu, intensiver über das Thema Tierhaltung nachzudenken. Ein Zufall führte mich ausgerechnet am Wochenende vor dieser Fastenwoche an einer kleinen Herde von Hausschweinen vorbei, die (so denke ich) glücklich im Schlamm unterwegs waren. Leider ist eine solche Haltung die Ausnahme. Als ein Dorfkind war ich es gewöhnt, dass Tiere geschlachtet worden sind – und doch war da immer auch Mitleid. Mitleid, das nur da sein kann, wenn man nah dran ist. Heute sind Ställe, die Tierhaltung und das Schlachten weit weg. Wurst und Fleisch liegen schön drapiert hinter Glas. Ich bin überzeugt davon, dass die Nähe zu denen, die für die Produktion unserer Nahrung zuständig sind und damit auch die Nähe zu den Tieren, zu einem bewussteren Konsum führen würde und letztlich dazu, auf die ein oder andere Scheibe Wurst zu verzichten.

Dirk Martin Mütze

Woche 4 – Bewusst digital

 

Hallo zusammen 🙂 Mein Name ist Tabea Mieth und ich hatte die Ehre die vierte Woche des Klimafastens zu erleben. In dieser Woche ging es um die Herausforderung, vielleicht aber auch um die Chance bewusst digital zu leben.

In unserer heutigen Zeit, in der Digitalisierung mehr denn je populär ist und es meiner Meinung nach schon fast gar nicht mehr ohne geht, eine große aber spannende Aufgabe. Besonders bewusst wurde mir der harte Verzicht bei Informationsbeschaffungen und der notwendigen sozialen Vernetzung im Hinblick z.B auf die Arbeit. Meine Erfahrung war, dass dahingehend bei letzterem kein Verzicht möglich ist, wenn nicht alle Beteiligten mit fasten, um selbst dadurch keinen Nachteil oder Ausschluss zu erfahren. Auch innerhalb der Informationsbeschaffung gibt es zwar auch andere Möglichkeiten, diese habe ich jedoch innerhalb der Woche fast nie alternativ genutzt. Vielleicht war ich dahingehend schon zu verwöhnt und sehe Digitalisierung als klare Erleichterung. Was mir jedoch positiv aufgefallen ist, ist dass man unweigerlich kreativer in der Freizeitgestaltung wird, auch wenn dies in Zeiten von Corona schwerer als sonst ist. Ich hatte endlich wieder mehr Zeit und Lust zu lesen und habe Dinge ausprobiert, die ich zuvor ständig verschoben habe, da ich dachte nicht genug Zeit zu haben.

Dies führt mich zur nächsten positiven Erfahrung meines Fastens. Es wird dir unglaublich viel mehr Zeit geschenkt und gleichzeitig wird sichtbar, wie viel Zeit durch ein ständiges „Online sein“ verschlungen wird. Stichwort Bildschirmzeit…Das war erschreckend! Ich durfte merken, dass ich mich durch das Fasten wieder mehr auf Medien freue und bewusst wähle, ob ich bestimmte Beiträge jetzt wirklich sehen/hören/lesen möchte und ich nichts verpasse, wenn ich es nicht mache. So skurril das klingen mag, aber das Geschenk der soziale Vernetzung und Nähe kann auch zur Sucht und zum Zwang werden, wenn man nicht mehr bewusst konsumiert. Das durfte ich lernen und mich durch diese Erkenntnis ein Stück weit befreien lassen. Im Hinblick auf die Klimaunfreundlichkeit der ständigen Datenübertragung hab ich probiert bestimmte Privilegien durch ältere Möglichkeiten zu ersetzen, wie z.B. CD´s hören oder selbst Instrumente spielen statt Spotify, und durfte erfahren, dass es auch eine Möglichkeit ist.  Abschließend kann ich sagen, dass es eine wertvolle, wenn auch schwierige Erfahrung war, auch wenn ich sie nicht ganz geschafft habe. Ich hab gemerkt, wie ich manchmal auch Ablenkung in Form von filmischen Medien gebraucht hätte und wie einsam der Verzicht von sozialen Medien, in unserer heutigen digitalen Welt sein kann. Ein gesundes Mittelmaß ist dazu wohl meine finale Erkenntnis und mein Vorhaben zukünftig vielleicht an einem Tag der Woche auf Medien zu verzichten. Wie zum Beispiel an dem SOS Tag (Sonntag ohne Smartphone). Ich muss auch ehrlich sein, zu wissen, dass durch meine digitale Nutzung und die dafür notwendigen Geräte Kinderarbeit und Umweltzerstörung unterstützt wird, ist schlimm und fordert uns auf unser Verhalten und die Unterstützung der langen Nutzung dieser Geräte zu überdenken. Jede Errungenschaft ist wohl doch Segen und Fluch zugleich.

Seid gesegnet und bleibt behütet. Mit lieben Gruß. Eure Tabea

Da ich kein Smartphone besitze, hatte ich immer das Gefühl im Bezug auf Digitalität schon recht bewusst unterwegs zu sein. Diese vierte Fastenwoche hat mir das Gegenteil offengelegt: Arbeit, Zeitung lesen, soziale Kontakte, Musik und Film. Alles zu großen Teilen digital. Mein Plan war, vor allem im Freizeitbereich anzusetzen und zum Beispiel in dieser Woche verstärkt Musik zu machen. Ganz analog. Mit meinem Bandkollege machte ich mir also per Email aus, ein neues Lied zu proben und er schickte mir prompt einen Internetlink mit einem Lied, das er gerne mal gemeinsam spielen würde, das ich dann online anschaute. Und schon war ich direkt wieder in die digitale Falle gelaufen. An allen Ecken und Enden traf ich auf ähnliche Automatismen. Im Rückblick kann ich sagen, dass diese Fastenwoche für mich die bisher schwierigste war. Dennoch kann ich auch ein paar persönliche Erfolge verbuchen: Tatsächlich habe ich nach ein paar Anlaufschwierigkeiten tatsächlich viel mehr Musik gemacht als in den drei Monaten davor. Zudem habe ich Briefe geschrieben, die ich schon lange im Kopf hatte und auch meine MacGyver Videosammlung wurde mal wieder abgestaubt, sodass ich mit einer Büroklammer und einem Kaugummi sicher gut bis an das Ende der Fastenzeit kommen werde.

Anne Römpke

Woche 5 - Einfach leben

„Einfach leben“ übersetzt in unser Leben – eine Woche lang und möglichst darüber hinaus.

Meine Kinder im Teenager-Alter waren sich sofort einig worauf sie keinesfalls verzichten möchten. Also begrenzten wir uns auf zwei Themen: einfaches Essen und minimieren der Dinge, die wir angehäuft haben. 

Beim Einkaufen verfolgte ich das Ziel, möglichst unverarbeitete Lebensmittel einzukaufen und das weitestgehend in kleinen Läden. So habe ich beispielsweise neue Salatvariationen (ohne Plastikummantelung) kreiert und beinah verwundert festgestellt, dass meine Kinder es mochten. Letztlich habe ich mehr Zeit für das Kochen investiert und Lust gewonnen, zunehmend saisonal zu kochen. Die Bärlauch-Zeit drängelt als nächstes.

Ein freudiger AHA-Effekt trat beim Sortieren längst vergessener Schubladen auf. Alte Briefe und unendlich viele Kleinigkeiten aus längst vergangenen Zeiten. Bei vielen haben wir uns gedacht: eigentlich reicht es, diese noch einmal in der Hand zu haben, noch einmal durchzulesen, noch einmal anzuschauen, aber besitzen muss man es nicht mehr. Man behält es in Gedanken und hat es so auch bei sich. Der Nebeneffekt: leere Fächer, bestenfalls sortierter und frühlingshaft befreit.

Uta Glinka

Woche 6 – Mobilität

 

Eine Woche ohne Auto bei normalem Alltag – geht das auch auf dem Dorf? Und wenn ja, wie? Nach einigem Überlegen haben sich ein paar Leute unserer Gemeinde entschlossen, die Herausforderung anzunehmen. Hier gibt es keine Straßenbahn und Busse fahren (fast) nur in der Woche. Bleibt das Fahrrad.

Erste Erfahrung

Wir wohnen in Belmsdorf (Ortsteil von Bischofswerda) und mein Arbeitsort ist Leipzig, einen zweiten Arbeitsort habe ich noch in Dresden, den ich jetzt in der Pandemie häufiger nutze.

Ich arbeite bei der Deutschen Bahn und nutze die Produkte der DB aus Überzeugung! Demzufolge ist Auto-Fasten für mich kein Problem.

Doch gleich am ersten Tag hatte ich kurzfristig einen Termin erhalten, der mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht realisierbar war; ich musste den Tag mit dem mir zur Verfügung stehenden Auto verbringen. Die anderen Tage waren besser: Nach Dresden kommt man gut mit dem Zug und in Dresden mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut weiter. Nach Leipzig geht es ebenso.

Wegen steigender Coronazahlen wurde ein geplanter Termin in den virtuellen Raum verschoben. Manche Reise erübrigt sich dadurch ganz.

Einkäufe und andere notwendige Erledigungen im Nahbereich lassen sich gut mit dem Rad und zu Fuß erledigen. Das bin ich gewohnt.

Allerdings wird mein Vorhaben, ganz ohne Auto auszukommen, durch die aktuelle Corona-Lage eher erschwert. Die Züge der Nahverkehrs sind sehr voll und ein ungutes Gefühl ist daher immer mit dabei. Dann ist das Auto hilfreich, um großen Menschenansammlungen entgehen zu können. Im Fernverkehr dagegen sind die Züge so leer, dass genügend Abstand eingehalten werden kann.

Ich freue mich auf die Nach-Corona-Zeit: Dann ist die unbeschwerte Zugnutzung wieder möglich. Als Eisenbahner nutze ich die Züge aus Überzeugung, bei gutem Wetter (März bis Oktober) nehme ich das Rad zum Bahnhof und das Auto nur bei schlechten Wetter und ungünstigen Zugverbindungen.

Uwe

Zweite Erfahrung

Fahrrad statt Auto. Eine Woche lang. Ein Selbstversuch. Bei überwiegend herrlichem Frühlingswetter ist es einfacher als gedacht. Zum Gottesdienst komme ich trocken an. Und ohne Gegenwind ist es auch zum zweiten Gottesdienst rechtzeitig zu schaffen. Ein Geburtstagsbesuch bei meiner 86-jährigen Mutter war auch mit Zug und Bus gut machbar. Besuche in der Gemeinde, Absprachen im Büro – alles auch mit dem Fahrrad möglich. Allerdings muss ich Fahrzeiten genauer kalkulieren und muss mich gut organisieren: alles gut einpacken, nichts vergessen, rechtzeitig aufbrechen.

Zeitmanagement und Selbstdisziplin sind wichtig, aber nicht alles. Es werden auch Grenzen deutlich:

– Ich konnte in dieser Woche auf umfangreichere Transporte verzichten (Leinwand und Beamer z. B., den Korb mit Gesangbüchern, dies oder jenes Material …). Doch das geht nicht immer. Manches lässt sich mit dem Fahrrad kaum oder gar nicht transportieren.

– Termine an verschiedenen Orten dürfen nicht zu dicht liegen bzw. gelegt werden. In der aktuellen Corona-Zeit ist das leichter zu realisieren als im normalen Alltag einer Gemeinde mit fünf Kirchorten (das waren früher mal fünf Gemeinden).

– Am Sonntagmittag (nach den Gottesdiensten) noch zum Wandern oder Klettern in die Sächsische Schweiz fahren geht zwar ohne Auto, aber die Fahrzeit ist so lang, dass es sich für einen halben Tag nicht lohnt.

Ganz ohne Auto kann ich mir Leben und Arbeit hier auf dem Dorf nicht vorstellen. Genauer: will ich nicht. Doch weniger Auto und mehr Fahrrad ist sehr wohl möglich. Das hat mir die eine Woche gezeigt. Und dafür hat sie sich gelohnt.

Joachim

  

Dritte Erfahrung

Geht!

Ich fahre nicht Auto.

Ich fahre Rad.

Was tue ich, wenn andere „Auto-Fasten“?

Ich gehe.

Ich gehe zur Arbeit, zum Supermarkt, zur Post, zum Buchladen, zum Optiker…und zurück.

36 km in dieser Woche.

Ich brauche mehr Zeit.

Ich habe mehr Zeit.

Ich nehme anders wahr: Natur, Menschen, Dorf, Stadt, mich selbst.

Es war gut.

Ich werde es weiterhin tun.

Auch weil „alles besser gehen würde, wenn man mehr ginge“ (J.G. Seume)

In diesem Sinne:

Geht!

Christiane

Ein kleiner Kurzurlaub, das Gefühl von Freiheit, absolut kostenlos und klimaneutral, eine angenehme Geschwindigkeit, die Natur zu genießen und trotzdem vorankommen, Herz-Kreislauf in Schwung bringen (für einen Morgenmuffel kein ganz schlechter Start in den Tag), jede Menge frische Luft, das Risiko Erreger einzuatmen auf nahezu null senken und sich später eine große Portion Nachtisch gönnen zu können … es gibt viele gute Gründe, auf’s Rad zu steigen. Und Weniges, das dagegen spricht. Um aus dem 7-Tage-Check eine längerfristige Routine zu entwickeln, werden mir zukünftig 2 kurze Fragen helfen: Ist das Wetter schön? Ja (ganz hervorragend sogar!). Hab’ ich Zeit bzw. kann ich mir die Zeit nehmen? Ja. Dann los!

Carolin Rostalski

Sie werden ebenfalls zu einem Thema fasten? Tragen Sie sich gerne mit einem oder mehreren Themen in das unten stehende Formular ein, dann übernehmen wir Ihren Ort auf die Übersichtskarte!

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Kohren-Sahlis: Wasser: 51.020133, 12.603452
Ammelshain: Einfaches Leben: 51.295100, 12.638500
Chemnitz: Wasser: 50.832300, 12.925300
Freiberg: Bewusst Digital-Sein: 50.916900, 13.342900
Leipzig (CfF & JG Connewitz-Lößnig): Wasser: 51.389366, 12.350006
Leipzig (CfF & JG Connewitz-Lößnig): Heizen: 51.391287, 12.418671
Leipzig (CfF & JG Connewitz-Lößnig): Ernährung: 51.291138, 12.439270
Leipzig (CfF & JG Connewitz-Lößnig): Bewusst Digital-Sein: 51.360220, 12.304001
Leipzig (CfF & JG Connewitz-Lößnig): Einfaches Leben: 51.273099, 12.257309
Leipzig (CfF & JG Connewitz-Lößnig): Anders unterwegs: 51.362835, 12.225037
Leipzig (CfF & JG Connewitz-Lößnig): Neues wachsen lassen: 51.284267, 12.357559
Kohren-Sahlis: Heizen: 51.017698, 12.602863
Kohren-Sahlis: Ernährung: 51.015162, 12.608185
Plauen: Heizen: 51.027900, 13.710100
Meißen: Wasser: 51.163100, 13.470500
Grubschütz - St. Michael Bautzen: Ernährung: 51.181400, 14.427600
Moritzburg: Wasser: 51.159200, 13.681900
Priestewitz: Ernährung: 51.253500, 13.509400
Bischofswerda: Mobilität: 51.127800, 14.179600

Sie werden ebenfalls beim Klimafasten mitmachen oder haben bereits eine oder mehrere Wochen gefastet? Tragen Sie sich gerne in das Formular ein, dann tragen wir Ihren Fastenort in die Karte ein. (Es können auch mehrere Themen nacheinander eingetragen werden.)

    Anne Römpke

    Telefon: 0176-81459813

    Manuela Kolster

    Telefon: 034344-669702