Workshop zu Finanzierung von Projekten der ehrenamtlichen Heimatforschung

Am 21. März 2018 fand eine vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK) organisierte Veranstaltung zum Thema Finanzierung von Projekten der Heimatforschung statt. 34 Interessierte fanden sich zu der unter dem Motto „Taler fallen nicht vom Himmel“ stehenden Veranstaltung im Steingut Burkhardswalde bei Klipphausen ein. Als praktisches Beispiel wurde die Förderrichtlinie Heimatpflege/Laienmusik des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus vorgestellt. Mandy Schmieder von der Landesdirektion Sachsen erläuterte dabei den Rahmen dieser Richtlinie und gab Hinweise, wie die Förderung funktioniert. Kristin Hildebrand vom Regionalmanagement der LEADER-Region Lommatzscher Pflege legte die aktuellen Fördermöglichkeiten für Vereine über die LEADER-Förderung sowie weitere regionale Förderinstrumente dar. Im Anschluss daran gab Claudia Vater vom SLK zudem wichtige Hinweise zu weiteren Fördermöglichkeiten sowie Tipps, wo und wie nach der optimalen Förderung bzw. Stiftungen gesucht werden kann.
Den Sächsischen Landespreis für Heimatforschung stellte Dr. Dieter Herz vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus vor. Durch die Preisausschreibung sollen die Leistungen der ehrenamtlich Tätigen in der sächsischen Heimatforschung hervorgehoben werden. Die GewinnerInnen erhalten zudem Geld- und Sachpreise. Vorschläge können bis zum 7. Mai 2018 eingereicht werden.
In Rahmen eines Regionalgespräches diskutierte SLK-Mitarbeiter Klaus Reichmann mit den TeilnehmerInnnen Ideen für eine „Wanderausstellung – Feste und Bräuche auf dem Land“. In diesem Projekt soll gemeinsam mit Heimatforschern eine Rollup-Ausstellung entstehen, die an wichtige regionale Feste und Bräuche erinnert. Geplant ist, diese Ausstellung zum 21. Landeserntedankfest, das in diesem Jahr vom 14. bis 16. September in der Großen Kreisstadt Coswig stattfinden wird, zu präsentieren.
Mit vielen interessanten Wortmeldungen und Gesprächen endete die Veranstaltung, die Bestandteil des Projektes „Unterstützung des freiwilligen Engagements in der Heimatforschung im ländlichen Raum Sachsens“ ist und aus Mitteln des sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft unterstützt wurde.

 

Veranstaltung im Leibniz-Institut für Länderkunde

Am Freitag, dem 19. Januar 2018 fand eine vom Sächsischen Landeskuratorium Ländlicher Raum e.V. (SLK) und dem Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) organisierte Veranstaltung für Ortschronist/innen und Heimatforscher/innen in der Geographischen Zentralbibliothek und im Archiv für Geographie des Leibniz-Institut für Länderkunde in Leipzig statt.
Klaus Reichmann, vom SLK-Projekt „Unterstützung des freiwilligen Engagements in der Heimatforschung“ stellte den Besucher/innen das Projekt vor und verdeutlichte die Aufgaben, die es als Scharnierfunktion zwischen den Laienforscher/innen und den Institutionen der sächsischen Historie wahrnimmt. Das Projekt ist für all diejenigen da, die sich in Sachsen mit Ortschronistik und Heimatforschung beschäftigen und will dabei eine hilfreiche Stütze sein. Das Projekt wird aus Mitteln des sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft unterstützt.
So stand auch die Veranstaltung im IfL unter dem Motto, den Besucher/innen vorzustellen, welche Angebote das Institut bereithält. Dr. Haik Porada sprach über die Buchreihe „Landschaften in Deutschland“, die in der Tradition der „Werte unserer Heimat“ steht und seit dem aktuellen Band „Leipzig“ in neuem Gewand sowie mit vielen Online-Zugriffen auf der Internetseite www.landschaften-in-deutschland.de aufwartet. In den Bänden werden ab ca. der Zeit im 16. Jhd. bis zur Gegenwart v.a. Geographie, Geschichte und Soziales betrachtet. Sachverhalte werden über die Geographie unterlegt und verdeutlicht.
Dr. Heinz Peter Brogiato, Leiter der Bibliothek und des Archivs im IfL, führte die Teilnehmer/innen nach einer kurzen historischen Einführung durch die Bibliothek, welche öffentlich und kostenlos nutzbar ist. Die Bibliothek der deutschen Heimatzeitschriften des IfL befindet sich im Aufbau; entstehen soll die wichtigste Leihbibliothek im Bereich der landeskundlichen und regionalgeschichtlichen Zeitschriften und Serien in Deutschland. Wessen Heimtatzeitschrift noch nicht im Bestand des IfL zu finden ist, dessen Redakteure können sich gern bei Dr. Brogiato melden, um diese mit in den Bestand aufnehmen zu lassen. Neben den Zeitschriften sind teilweise auch Karten und Fotografien sowie eine einzigartige Sammlung von über 5.000 Atlanten online unter ifl.wissensbank.com recherchierbar und anzusehen. Der Nationalatlas, welchen das IfL über viele Jahre als Printmedium herausgegeben hat, wird online weitergeführt. Auf dem Portal www.nationalatlas.de wird jeden Monat eine neue Karte präsentiert.
Als besonderen Höhepunkt durften die Besucher/innen noch einen Blick in den Wissenschaftlichen Altbestand des IfL wagen, der v.a. der Kartographie gewidmet ist.
Zum Abschluss der Instituts-Exkursion wurde der Hauptraum des Schriftarchives begutachtet, der die größte Sammlung an schriftlichen Nachlässen von Geographen in Deutschland enthält. Als Beispiel wurde der durch das „Meyers Konversationslexikon“ bekannte Hans Meyer herausgegriffen.
Da es für diese Veranstaltung mehr Anmeldungen als Plätze gab, wurde diese mit dem Versprechen, sie im Herbst zu wiederholen, beendet.
Am 3. März 2018 beteiligt sich das IfL am Tag der Archive. Dabei wird unter dem Motto „Demokratie und Bürgerrecht“ die Karte als Medium im Mittelpunkt stehen.

Klaus Reichmann, SLK