Immer häufiger fordern Gemeindeglieder und Pfarrer, Kirchenbänke zu entfernen und durch variables Gestühl zu ersetzten. Dem steht oft nicht nur der Denkmalschutz entgegen, sondern auch in den Gemeinden gibt es durchaus auch Vorbehalte gegen einen solchen Eingriff in den Kirchraum. Möglichkeiten und Grenzen dieser Veränderung des Kirchenraumes werden mit Experten aus verschiedenen Fachgebieten erörtert und diskutiert.

 

Die Referenten und ihre Themen

Banklos glücklich!? Neue Chancen für alte Räume, Prof. Dr. Alexander Deeg
Wenn Kirchenbänke entfernt werden, lassen sich alte Räume ganz neu entdecken. Sie werden liturgisch vielfältig nutzbar, bieten aber auch Chancen, die weit über die Gottesdienste hinausgehen. Werden wir also ‚banklos‘ glücklich? Eindeutig wird sich diese Frage wohl nicht beantworten lassen – nicht nur, weil viele die Kirchenbänke lieben.
Prof. Dr. Alexander Deeg lehrt Praktische Theologie an der Theologischen Fakultät Leipzig. Die Gestaltung des Gottesdienstes und seiner Räume beschäftigen ihn hier besonders.

Zum Umgang mit den Kirchenbänken vor Ort. Praxisbeispiele, Dipl. Ing. (Arch.) Tilman Dorn
Bei der Entfernung oder dem Umbau des Kirchengestühls gilt es eine Menge zu bedenken. Nicht allein die Frage ob und wie die Gottesdienstbesucher nun sitzen sollen, sondern auch die Frage nach der Beheizbarkeit und der grundsätzlichen Nutzungsänderung des Raumes stellt sich. Diesen bauphysiologischen Aspekten aber auch Fragen des Denkmalsschutzes wird mit konkrete Beispielen nachgegangen.
Dipl.-Ing. (Arch.) Tilman Dorn betreut als kirchlicher Baupfleger die Bauvorhaben der Kirchgemeinden im Kirchenbezirk Leipziger Land.

Seit wann sitzen wir im Gottesdienst?, Dr. Frank Schmidt
Das Sitzen in profanen wie auch in kultischen Zusammenkünften war der antiken Welt fremd und ausschließlich herausragenden Persönlichkeiten vorbehalten. Einheitliche Kirchenbestuhlungen für die Laien aus parallelen Reihen langgestreckter Bänke gibt es in West- und Mitteleuropa allgemein verbreitet erst im 15. Jahrhundert. Dies war fundamental neu, entstand zuerst in Kirchen und hat den christlichen Gottesdienstraum seither tief geprägt.
Dr. Frank Schmidt ist Leiter des Kunstdienstes der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens. Er ist hier zuständig für den Erhalt, die Pflege und Erschließung des Kunstgutes in der Landeskirche.

Im Anschluss an die Vorträge, sind Sie eingeladen mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.

Ein ausführliches Programm finden Sie hier.

Achtung: Das dieses Seminar findet in der Marienkirche in Borna statt.

Termin
05.11.2021  16:00 - 21:00

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